Rolle von Umwelt- und Nahrungsmittelkontaminanten bei der Entstehung einer Fehlfunktion des Fettgewebes (ExpoAT) (Prof. Dr. Matthias Blüher, abgeschlossen)

Menschen mit Adipositas entwickeln oft eine gesundheitsschädliche Fehlfunktion des Fettgewebes mit vergrößerten Fettzellen, Einwanderung von Entzündungszellen ins Fettgewebe und vermehrtem inneren Bauchfettgewebe. Die Auslöser der gestörten Funktion des Fettgewebes sind noch weitgehend unklar. In diesem Projekt wird deshalb untersucht, wie stark Weichmacher oder Pestizide in Umwelt und Lebensmitteln ins menschliche Fettgewebe gelangen und ob sie eine Fehlfunktion des Fettgewebes begünstigen.

Laufzeit: 01.05.2015 – 31.10.2017


Beschreibung des Forschungsprojekts

Proben von Bauchfett (viszeralem Fett) und vom Unterhautfettgewebe von adipösen Studienteilnehmern und von Patienten nach einer Adipositas-Operation werden auf mögliche Anreicherungen von Umwelt- und Nahrungsmittelkontaminanten untersucht. Abschließend sollen diejenigen Stoffe, die am stärksten das Fettgewebe beeinträchtigen, im Tiermodell detaillierter untersucht werden. Das Projekt soll dazu führen, bisher weniger beachtete Umwelt- und Nahrungsmittelkontaminanten als potenziell schädlich zu erkennen und zur Liste der gefährlichen Stoffe hinzuzufügen bzw. deren Einsatz in z. B. Fertignahrungsmitteln oder Verpackungsmaterialien zu verbieten.

Projektleitung

Prof. Dr. Matthias Blüher

Prof. Dr. Matthias Blüher

Leiter der AdipositasAmbulanz für Erwachsene
Mitglied: Vorstand, Interne Begutachtungskommission
Projektleitung

+49 341 97-13320

matthias [dot] blueher [at] uniklinik-leipzig [dot] de