Neurobiologie des Umlernens von automatischen Verhaltenstendenzen bei Adipositas (Dr. Annette Horstmann, abgeschlossen)

Bei adipösen Menschen werden wie bei Drogenabhängigen oft paradoxe Verhaltensweisen beobachtet, die unvorteilhaft und ungesund sind, obwohl die Betroffenen die negativen Konsequenzen kennen. Mittels funktioneller Magnet-Resonanz-Tomografie (fMRT) wird die Rolle des Gehirns bei solchen meist automatisch ablaufenden Verhaltensweisen untersucht. Außerdem wird eine Umkehrung dieser Verhaltensweisen versucht, also ein Umlernen durch Verhaltenstraining. Dies und die damit einhergehenden plastischen Veränderungen im Gehirn werden ebenso durch fMRT untersucht.

Laufzeit: 01.05.2015 – 31.10.2018

 

Beschreibung des Forschungsprojekts

Durch die Ergebnisse dieser Untersuchungen wird ein besseres Verständnis des komplexen Zusammenspiels unbewusster automatischer Prozesse, Belohnungserwartungen, bewusster Verhaltensabsichten und deren neurobiologische Grundlagen bei der Verhaltenskontrolle bei Adipositas möglich sein. Die Erkenntnisse aus dieser Studie können in verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze einfließen.

Projektleitung

Prof. Dr. rer. nat. Annette Horstmann

Leitung Nachwuchsgruppe „Neurobiologie der Entscheidungs­findung bei Adipositas“
ehem. Mitglied: Nachwuchskommission, Interne Begutachtungskommission
Projektleitung

+49 341 9940-2258

horstmann [at] cbs [dot] mpg [dot] de