Instrumentelles Lernen und PIT (Pavlovian-to-Instrumental Transfer) bei Adipositas (Prof. Dr. Jane Neumann, abgeschlossen)

Adäquate Verhaltensweisen, z. B. eine gesunde Lebensmittelauswahl zu erlernen und in einer gegebenen Situation korrekt aus möglichen Handlungsweisen auszuwählen, werden als „instrumentelles Lernen und Verhalten“ bezeichnet. Es wird vermutet, dass Adipositas mit einer Einschränkung instrumentellen Lernens und Verhaltens einhergeht. Unter dem Klassisch-Instrumentellen Transfer (Pavlovian Instrumental Transfer, PIT) versteht man den Einfluss von positiven und negativen Reizen aus der Umwelt auf das instrumentelle Verhalten. Das vorliegende Projekt untersucht auf Verhaltens- und neuronaler Ebene Adipositas- und geschlechtsspezifische Veränderungen im instrumentellen Lernen und den Einfluss erlernter Umweltreize auf instrumentelle Handlungen.

Laufzeit: 01.05.2015 – 31.10.2017


Beschreibung des Forschungsprojekts

Normal- und übergewichtige Probanden durchlaufen Tests, in denen sie die Assoziation von Hinweisreizen, Handlungen und Belohnungen erlernen, wobei mit Hilfe der funktionellen Magnet-Resonanz-Tomografie (fMRT) die Gehirnaktivität beobachtet wird. Diese Studie wird dazu beitragen, Adipositas-spezifische Defizite in instrumentellen Lern- und Entscheidungsprozessen und in den zugrunde-liegenden Hirnstrukturen zu erklären. Daraus können ggf. neue verhaltenstherapeutische oder pharmakologische Behandlungsansätze entwickelt werden.

Projektleitung

Prof. Dr. Jane Neumann

Leitung Nachwuchsgruppe "Computationale Modellierung belohnungsbasierter Lern- und Entscheidungsprozesse"
Mitglied: Vorstand, Interne Begutachtungskommission
Projektleitung

+49 341 99-402621

neumann [at] cbs [dot] mpg [dot] de